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25 Jahre Haus Hagenberg: Das Wohnheim für suchtkranke Menschen in Hornburg feierte Jubiläum

„Der Paritätische ist gekommen um zu bleiben. Mit dem Wohnheim Haus Hagenberg sind wir ein Teil von Hornburg geworden!“

Bei der Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehens des Wohnheims Haus Hagenberg: Ortsbürgermeister Marc Samel, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, Sven Spier, Heimleiterin Anke Nickel,), Dr. Georg Kremer, Psychologischer Psychotherapeut aus Bielefeld und Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla, Andreas Memmert.

Haus Hagenberg, ein Wohnheim für chronisch mehrfach beeinträchtigte abhängigkeitserkrankte Frauen und Männer in Hornburg, in Trägerschaft des Paritätischen Braunschweig, besteht seit 25 Jahren. Seit einem Vierteljahrhundert finden suchtkranke Menschen, ein zweites Zuhause auf Zeit. Insgesamt 46 Plätze stehen im Haus Hagenberg zur Verfügung. „Die Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich hier sehr gut aufgehoben. Sie erfahren Herzlichkeit, Wärme, das Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und auch ein Stück weit Leichtigkeit. Daran haben die 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen enormen Anteil“, sagt Heimleiterin Anke Nickel in ihrer Begrüßungsrede anlässlich der Jubiläumsfeier, zu der Mitarbeitende, Unterstützer, Bewohnerinnen und Bewohner, Ehemalige und viele Fachleute geladen waren. „Wir haben mit dem Wohnheim und den Außenwohngruppen etwas sehr Umfassendes geschaffen. Die Grundlage für unsere erfolgreiche Arbeit ist die Beziehungsarbeit, um die Menschen, die zu uns kommen auf ihren Weg in ein suchtmittelfreies Leben zu begleiten“, betonte Anke Nickel und dankte ihrem Team für das große Engagement und die permanente Bereitschaft für das Gelingen der täglichen, qualitativ sehr anspruchsvollen Arbeit.“ 

Andreas Memmert, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla blickte auf die Anfänge seit 1997 zurück: „Wir haben gemeinsam Haus Hagenberg etabliert und vieles zusammengebracht.“ Dabei hob er die Zusammenarbeit mit dem Altstadt-Theater Hornburg hervor, deren traditionelle Spielstätte der große Saal des Wohnheims ist. Memmert erwähnte zudem die Sommerfeste, die immer wieder hunderte Gäste aus der Region auf den Hagenberg locken. Längst sei das Wohnheim in der Region anerkannt. „Hier wird etwas ganz Wichtiges von Menschen für Menschen getan. Hier werden Menschen geschützt, unterstützt und gerettet“, betonte der Bürgermeister.

 

 

 

Auch Sven Spier, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, wies in seinem Grußwort auf die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Hornburg hin: „Mit dem Blick zurück auf die letzten 25 Jahre und vor allem mit Blick in die Runde und dem Blick nach Hornburg kann ich sagen: Dies ist Inklusion!“ Er dankte besonders den Hornburgerinnen und Hornburgern dafür, dass die Errichtung eines Langzeitwohnheimes für kranke Menschen, hier realisiert werden durfte. „Wenn man auf die vielen Proteste blickt, gegen Kindergärten, den Kinder machen ja Lärm, gegen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, weil diese ja „anders“ sind, dann war es eine große Portion Mut der Hornburger, sich eine solche Einrichtung als Nachbarn vorstellen zu können, eine große Portion Zutrauen, dass wir das schon ordentlich machen, und vor allen eine große Portion Charakter und Verantwortungsbewusstsein, für das ich Ihnen großen Respekt zolle! Der Paritätische ist gekommen, um zu bleiben… Insgesamt haben wir uns in der Stadt Hornburg für Kauf, Umbau und Zukauf von Wohnhäusern im Bruchweg, Osterwiecker Straße und Hagenstraße mit über 3 Millionen Euro engagiert. Für die nötigen Sanierungen am Haus werden wir auch weiter investieren und wie bisher hauptsächlich mit Firmen aus der Region gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, gab Spier einen Blick in die Finanzen und einen Ausblick in die Zukunft.  

Für eine Bereicherung auf fachlicher Ebene sorgte Dr. Georg Kremer, Psychologischer Psychotherapeut aus Bielefeld, mit einem interessanten und auch für Laien gut verständlichen sowie gleichzeitig spannenden und unterhaltsamen Vortrag zum Thema „Traumasensible Beratung in der Suchthilfe“.

Bevor es zum fachlichen Austausch, Gesprächen und Mittagsessen ging, luden zum Abschluss des offiziellen Teils zwei Mitarbeiterinnen gemeinsam mit zwei Bewohnern mit Liedern von Reinhard Mey zum Mitsingen ein.