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Armut wächst so schnell wie noch nie – Paritätischer legt Armutsbericht vor

Der Paritätische Gesamtverband bezieht klar und kontrovers Stellung zum Armutsbericht der Bundesregierung und legt jetzt einen eigenen Armutsbericht 2012 vor. Danach ist die Armutsgefährdungsquote deutlich höher als von der Bundesregierung angenommen. Der Paritätische geht von einem Höchststand seit der deutschen Wiedervereinigung aus. 15,1 Prozent der deutschen Bevölkerung ist demnach armutsgefährdet und die Bedrohung wächst. Deswegen fordert der Paritätische Gesamtverband ein Sofortprogramm zur Bekämpfung der wachsenden Armut in Deutschland.

Von einer relativen Konstanz der Armutsquoten, wie im Entwurf für den amtlichen Armutsbericht durch die Bundesregierung konstatiert, kann nach Aussage des Verbandes mit Blick auf die aktuellsten Entwicklungen keine Rede sein. Mit einem Zuwachs von vier Prozent sei die Armut in 2011 so stark gestiegen wie noch nie zuvor. In der zugleich gesunkenen Arbeitslosenquote sieht der Paritätische einen Beleg für die zunehmende Amerikanisierung des Arbeitsmarktes. „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Armutslöhne sind der Preis, den Deutschland für die vermeintlichen Erfolge der Bundesregierung in der Arbeitsmarktpolitik bezahlt“, so Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider.

„Es ist nicht einzusehen, dass viele Menschen von ihrer Arbeit nicht leben können. Das ist im höchsten Maße unsozial. Deswegen muss umgehend gehandelt werden“, sagt Henning Eschemann, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig.

Der Armutsbericht steht hier als PDF-Datei zum Herunterladen bereit: <link fileadmin user_upload allgemein http___www.der-paritaetische.de_index.php_eid_tx_nawsecuredl_u_0_file_fileadmin_dokumente_2012armutsbericht_a4_armutsbericht-2012_web.pdf download herunterladen der datei>Armutsbericht 2012