Der Natur auf der Spur – ganz ungewollt und doch so interessant: Eine Zuchttaube und ein ausgebüxter Bienenschwarm sorgten für aufregenden Tieralarm im Gifhorner Sprachheilkindergarten und damit gleich zu einem spontanen naturkundlichen Unterricht für die Mädchen und Jungen.
Ein Bienenschwarm und eine Zuchttaube haben im Sprachheilkindergarten Pusteblume in Gifhorn für große Aufregung gesorgt. Die Kinder spielten draußen, als eine Taube völlig erschöpft angeflogen kam. Bei ihrer Notlandung streifte die Taube ein Mädchen. Das war vermutlich die Rettung für die geschwächte Taube, da das Kind dadurch den Fall abgefedert hat. Leonie, die kleine Retterin hatte sich zwar enorm erschrocken, war dann aber sichtlich stolz, denn ohne sie hätte es die Taube vielleicht nicht überlebt. Ein Züchter aus der Umgebung wurde gerufen. Er holte das Tier ab, wollte die beringte Taube aufpäppeln und dem Besitzer zurückzugeben.
Kurz darauf sorgte eine Bienenschwarm für turbulente Stunden in der Kita: Die Kinder spielten fröhlich auf dem Außengelände, als es mächtig summte und brummte.Etliche Bienen kamen plötzlich angeflogen und ließen sich als Traube in einem Baum nieder. Anscheinend hatten die Bienen den Baum als neue Bleibe auserkoren. Glücklicherweise ist ein Vater eines Kindes Imker. Umgehend machte er sich auf den Weg zum Sprachheilkindergarten, kümmerte sich fachmännisch um den Bienenschwarm, beruhigte die Insekten mit einer Wasserspritze, schnitt den Ast mit dem Bienennest gekonnt ab und verfrachtete diesen in einen großen Eimer um das Bienenvolk nach Hause transportieren zu können. Dort konnten sich die Bienen in einer speziellen Kiste wieder ein neues zu Hause bauen. Josch, der Sohn des Imkers, selbst schon kleiner Experte auf diesem Gebiet, konnte den Kindern und den Mitarbeiterinnen anschließend viel über Bienen erzählen. Immerhin ist er der jüngster Imker des Fallerslebener Imkervereins.


