Auf ein erfolgreiches Aktionsjahr zum Thema Medien können die Akteure des Braunschweiger Präventionsrates und des Braunschweiger Mediennetzwerkes zurückblicken. Unter dem Motto "Spaß. Bildung. Rechte" haben in 2015 insgesamt 27 Projekte und mehr als einhundert Einzelaktionen zu den Themen Medienkompetenz sowie Risiken, Schutz und Chancen der digitalen Medien stattgefunden. 18 Projektträger, unter ihnen auch die Jugend- und Drogenberatung Braunschweig (Drobs) haben gemeinsam mit 22 Kooperationspartnern wie dem Landesmuseum und dem Stadtelternrat ein überaus vielfältige Programm auf die Beine gestellt. Die Angebote reichten von Workshops, Vorträgen, einer Schulkinowoche, Theater, Projekten in Kitas und Schulen bis hin zu einer LAN-Party für Eltern und richteten sich an Kita-Kinder, Kinder und Jugendliche, Eltern, Fachkräfte, Pädagogen, Multiplikatoren und Interessierte. Das Aktionsjahr wurde von der Bürgerstiftung Braunschweig, der Richard Borek Stiftung, der Gahnz Stiftung, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Kroschke Stiftung für Kinder sowie von der Volksbank BraWo Stiftung unterstützt.
Die Resonanz auf die facettenreichen Veranstaltungen im Rahmen des Medienjahres war sehr gut. Die erwarteten Teilnehmerzahlen von 4000 wurden um mehr als ein Viertel übertroffen. Insgesamt nahmen 5300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Angebote wahr.
„Das Aktionsjahr war ein wichtiger Beitrag für die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth bei der Abschlussveranstaltung und dankte den sechs Stiftungen für die Unterstützung. Medien sind aus der heutigen Informationswelt nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, den sensiblen Umgang zu lernen. Und der könne und müsse schon im Kindergartenalter beginnen, so die Fachleute. Nicht umsonst gab es Veranstaltungen wie „Kindertagesstätte 2.0“ oder auch die Vortrags- und Infoveranstaltung mit dem Titel „Hilfe…ist mein Kind schon onlinesüchtig?!“ der Drobs für Eltern und alle anderen Interessierten.
Wie wichtig der kritische und sensible Umgang mit den neuen Medien ist, erläuterte Prof. Dr. Tanja Wittig von der Ostfalia Hochschule mit ihrem Vortrag über die Bedeutung konzeptioneller Medienpädagogik auf kommunaler Ebene. Sie hofft, dass das Aktionsjahr der Startschuss für gelebte Medienkompetenz von Anfang an bis ins hohe Alter ist und die Medienarbeit noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Immerhin wollen 90 Prozent der im Rahmen der Evaluation befragten Projektträger die erlangten Impulse langfristig fortführen.
Den Präventionspreis, der zum fünften Mal vergeben wurde, erhielt in diesem Jahr das Kinder- und Familienzentrum Schwedenheim Braunschweig mit dem Projekt „‘Lego Chima, die Simpsons- und wer bist du?‘ Medienangebote für Kinder“.
Die Ergebnisse und Erfahrungen des Aktionsjahres stellte Dr. Kati Zenk von der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben gemeinsam mit Mitinitiator und Medienkoordinator Stefan Schaper vor.

