DE

Das Projekt "Erlebnis Reiterhof - Kinder drogenabhängiger Eltern stärken“ der Jugend- und Drogenberatung Goslar erhält finanzielle Unterstützung: Hildegard-Reisdorff-Stiftung spendet 5000 Euro

(v.l.) Lars Fischer, Leiter der Drobs Goslar, Alexandra Deichmann von der Drobs, Janine Stöbich, Inhaberin des Reiterhofs Fallada und Drobs-Sozialarbeiterin Anna Pielken freuen sich über den 5000-Euro-Scheck, den Christian Gleye, Annelore Lehrke und Gerd Lührig von der Hildegard Reisdorff-Stiftung jetzt überreichten

Zum ersten Mal überhaupt hat die Hildegard-Reisdorff-Stiftung eine Spende in Höhe von 5000 Euro geleistet. „Das ist sonst bei uns nicht der übliche Betrag, den wir als Spende zur Verfügung stellen“, sagte Gerd Lührig von der Stiftung. Sie hätten viel diskutiert und sich letztendlich entschieden, dieses besondere Projekt zu unterstützen und mit der Finanzspritze den Fortführung zu gewährleisten.

Dankbar zeigte sich Lars Fischer, Leiter der Drobs Goslar über die großzügige Spende: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich für unseren zu betreuenden Personenkreis engagiert. Und schon gar nicht mit so einer beträchtlichen Summe.  Deshalb freut es mich umso mehr, dass Sie uns mit den 5000 Euro den Erhalt des Projektes ermöglichen.“ Dass die Kinder von den Aktivitäten auf dem Reiterhof Falada in Lengde profitieren, ist offensichtlich. Mit Begeisterung und viel Liebe und Fürsorge kümmern sie sich um die Pferde. Und dazu gehören nicht nur die angenehmen Dinge wie Reiten und Striegeln, sondern auch Hufe Auskratzen oder das Aufsammeln von Pferdeäpfeln und vieles mehr.

Das Projekt
An zwölf Nachmittagen verteilt auf zwei Module fahren zwei Sozialarbeiterinnen mit acht Kindern Drogenabhängiger und ihren Eltern auf den Fallada-Hof in Lengde. Dort haben die Kinder und Eltern die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Angebote des Reiterhofs zu nutzen. Pflege und Versorgung eines Pferdes, wie auch das Reiten, können zu einer gesunden Entwicklung eines Kindes beitragen und so zur optimalen Entfaltung seiner Persönlichkeit beisteuern. Durch das Einbeziehen der Eltern in dieses Projekt, haben diese die Möglichkeit, sich auszutauschen. Zudem bekommen Eltern eine Pause und haben Zeit für sich. Sie können modellhaft lernen und mit wichtigen oder scheinbar unwichtigen Fragen zum Erziehungsverhalten ihr eigenes Verhalten reflektieren.

Hintergrundinformationen
Die Arbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien wird aktuell vielerorts auf- und ausgebaut. Bereits seit 2008 bietet die Jugend- und Drogenberatungsstelle Goslar (Drobs) für Kinder Drogenabhängiger und ihren Eltern unterschiedliche Freizeitangebote an.