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Der Paritätische Braunschweig trauert um Horst Hüther

Horst Hüther verstarb am 1. Januar 2012 im Alter von 65 Jahren.

Er war langjähriges Mitglied im Gesamtvorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. und von 1978 bis 1996 dessen stellvertretender Landesvorsitzender. Nach der Strukturreform 1996 wurde Horst Hüther Mitglied im <link http: www.paritaetischer.de landesverband top ueber-uns verbandsrat external-link-new-window>Verbandsrat des Paritätischen Niedersachsen, sowie im Wechsel mit Ulla Klapproth dessen jährlich alternierender Vorsitzender.

Auf Bundesebene gehörte Horst Hüther unter anderem von 1978 bis 1995 dem Beirat des Paritätischen Gesamtverbands e.V. an. Seit 1996 war er Mitglied des Verbandsrats des Paritätischen Gesamtverbands, in den Jahren 1999 und 2000 zudem Vorstandsmitglied. Während seiner jahrzehntelangen Arbeit für den Paritätischen Gesamtverband wirkte er in vielen verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen mit.

Neben diesen zahlreichen zeit- und arbeitsintensiven ehrenamtlichen Aufgaben darf nicht vergessen werden, dass Horst Hüther „im Berufsalltag“ einer hauptamtlichen Arbeit nachging, die er mit ebenso viel Leidenschaft und Einsatz bewältigte wie seine zahlreichen freiwilligen Engagements: Seit 1976 war Horst Hüther Geschäftsführer und Motor der Paritätischen Mitgliedsorganisation Kreisvereinigung der Lebenshilfe in Wolfenbüttel und Helmstedt. Davor war er von 1974 bis 1976 Leiter der verbandseigenen Jugend- und Drogenberatung (DROBS) in Braunschweig.

Nach der Wende zeigt er beispielhaftes Engagement beim Aufbau der Lebenshilfe in den neuen Bundesländern, insbesondere in Sachsen-Anhalt.

Mit Horst Hüther ist ein Mensch von uns gegangen, der ein ganz besonderes Beispiel für ehrenamtliches Engagement, Mitmenschlichkeit und der Hinwendung zum Nächsten war - ohne Beachtung der eigenen Befindlichkeits- und Belastungsgrenze. Horst Hüther war eine „Gallionsfigur“ für Hilfen und Teilhabe-Einforderungen zugunsten Menschen mit Behinderungen. Sein vielfältiges Engagement wurde mehrfach gewürdigt, unter anderem im Jahr 2003 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und im Jahr 2009 mit dem Ehrenzeichen des Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen e.V.

Mit dem Tod von Horst Hüther geht für den Paritätischen Niedersachsen, für dessen Bundesverband in Berlin und für die Organisationen und Einrichtungen der Lebenshilfe auf Bundesebene, in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt eine Ära zu Ende.

"Die Nachricht, dass Horst Hüther am 1. Januar verstorben ist, hat mich sehr betroffen gemacht“, sagt Henning Eschemann, Geschäftsführer des Paritätischen in Braunschweig. „Denn Horst war durch und durch ein Paritäter. Seine Mutter war bereits Ende der 60er Jahre im Reisedienst des Paritätischen beschäftigt. Horst hat immer mit einem wohlwollenden und auch kritischen Auge von Wolfenbüttel auf Braunschweig geblickt. Mir werden die freundschaftlichen Gespräche mit ihm fehlen. Mit Horst haben wir einen guten Freund verloren.“

Der Paritätische Braunschweig spricht den Angehörigen, allen voran seiner Frau, seinen zwei Kindern und seinem Enkelkind, sowie allen anderen Menschen, die um Horst Hüther trauern, sein herzliches Beileid und aufrichtige Anteilnahme aus und wünscht ihnen viel Kraft in den schweren Stunden des Abschieds.

Der Paritätische Braunschweig wird Horst Hüther in ehrender und dankbarer Erinnerung behalten.