Ein ganz besonderes Erlebnis brachte Broitzem und die Gemeinschaft in diesem Jahr zusammen: Das von der Aktion Mensch geförderte und vom Paritätischen Familienzentrum initiierte Filmprojekt, an dem viele Akteure, mitgewirkt haben, feierte seine Premiere im großen Astor-Kino in Braunschweig. Vor einer begeisterten Zuschauerschaft wurde das Ergebnis monatelanger Arbeit, Kreativität und Zusammenhalt zum ersten Mal präsentiert – ein Moment, der allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Ein Filmprojekt, das verbindet
Das Filmprojekt ist die Erweiterung des normalerweise jährlich stattfindenden Dorftheaters. Stattdessen wurde in diesem Jahr unter dem Motto „Dorftheater goes Hollywood“ der Film „Broitzem steht Kopf“ produziert, der weit mehr als nur ein künstlerisches Vorhaben war, denn das Engagement in der Dorfgemeinschaft riesengroß. Ziel des Projekts war es, Menschen verschiedener Altersgruppen und unterschiedliche Talente zusammenzubringen, die Dorfgemeinschaft zu stärken und etwas Einzigartiges zu schaffen. Mit Unterstützung der Aktion Mensch konnten professionelle Begleitung, technisches Equipment und die entsprechenden Drehtage organisiert werden. Schauspielerinnen und Schauspieler, Organisatoren, Komparsen und viele weitere helfende Hände steuerten ihre Expertise und Leidenschaft bei. Auch Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes, ortsansässige Geschäfte wie Edeka und der Secondhand-Laden „Ein zweites Leben“, die freiwillige Feuerwehr, Polizei, Lehrkräfte der Grundschule, die Bezirksbürgermeisterin und auch der interkulturelle Gemeinschaftsgarten waren aktiv eingebunden. So wurde das Projekt zu einem wunderbaren Gemeinschaftswerk, das den Zusammenhalt vor Ort stärkte.
Das Drehbuch konzipierte die Theaterpädagogin Franziska Maske nach der Geschichte, die sich Broitzemer Grundschulkinder ausgedacht hatten. Gar nicht so einfach, die wilden Ideen der Kids, deren Fantasie nur so sprudelte, zusammenzubringen. Um Grundschülerinnen und einen überlebensgroßen Panda spinnt sich die Story, die sich dank der Expertise der Theaterpädagogin zu einem spannenden, unterhaltsamen, knapp dreißigminütigen Kinofilm entwickelte. Rund acht Monate dauerte der Prozess von der Idee zum Film. Im August standen die Drehtage an. Geschnitten und mit Spezialeffekten versehen hat den Film der Mediengestalter Frithjof Tegtmeier. Den letzten Feinschliff verlieh er dem Projekt erst in der Nacht vor dem großen Auftritt.
„Denke groß“, so brachte es die Koordinatorin des Familienzentrums Broitzem, Dorothea Gawlitta bei der Premiere auf den Punkt. Und das ist ihr gelungen. Alle Kooperationspartner begeisterte sie von Sekunde eins an für das Projekt. Bis auf den letzten Platz war der Kino-Saal gefüllt. Großen Dank auch an Frank Oppermann vom Astor-Kino in Braunschweig, der sofort dabei war und seine Unterstützung zugesagt hatte.
Die Premiere im Astor-Kino
Am Tag der Premiere verwandelte sich das Astor-Kino in einen Ort der Freude, des Stolzes und der Emotionen. Vor der großen Kinoleinwand versammelten sich die Darstellerinnen und Darsteller sowie Unterstützerinnen und Unterstützer, um diesen besonderen Moment gemeinsam zu feiern.
Ein Projekt mit nachhaltiger Wirkung
Die positive Resonanz auf das Filmprojekt zeigt, wie wichtig auch Kulturarbeit ist. Die Beteiligten konnten ihre Fähigkeiten und Ideen einbringen und gleichzeitig hat das Projekt im Dorf ein noch größeres Bewusstsein dafür geschaffen, wie wertvoll Zusammenarbeit und Zusammenhalt sind. Dank der Unterstützung der Aktion Mensch konnte dieses außergewöhnliche Vorhaben realisiert werden.
Die Premiere im Astor-Kino war zweifellos der Höhepunkt des Projekts, doch sie markiert keinesfalls das Ende. Der Film wird auch weiterhin auf kleineren Leinwänden wie beispielsweise in der Kita Farbklecks des Familienzentrums zu sehen sein. "Wir danken der Aktion Mensch für ihre großartige Unterstützung und allen Beteiligten für ihr Engagement und ihre Begeisterung. Dieses Projekt hat gezeigt, wie Menschen zusammengebracht und inspirieren können", sprüht Familienzentrumskoordinatorin Dorothea Gawlitta nur so vor Begeisterung. Und genau diese Begeisterung aller Beteiligten hat dieses Projekt zu weit mehr gemacht: eine Herzensangelegenheit für Broitzem.






