Hip-Hop und Rap im Kinder- und Jugendzentrum Lamme: Ein Workshop brachte jetzt fünf Jugendlichen die Grundlagen des Hip-Hops und des Rappens bei. Zusammen mit Carlos Utermöhlen, selbst seit vielen Jahren als Rapper aktiv, Gründer und Initiator des weltweit tätigen Jugend-Projekts „Rapflektion“ und in Braunschweig bekannt durch viele verschiedene Aktionen für Kinder und Jugendliche wie Theaterstücke und Workshops und durch die Zusammenarbeit mit dem Staatstheater, mit verschiedenen Jugendzentren und Schulen und dem Beat-/Musik-Produzenten Jakob Krüger aus Hamburg, wurden vier Tage lang im Jugendzentrum ordentlich Musik gemacht. Das bedeutete: Eigene Texte schreiben, an Beats feilen und am Ende sogar einen gemeinsamer Song aufnehmen. Da Rap seit jeher und fälschlicherweise als eine quasi reine Männer-Domäne angesehen wird, freuten sich die Organisatoren umso mehr, dass auch ein Mädchen am Workshop teilnahm.
Das KJZ Lamme verfügt bereits seit seiner Öffnung im Jahr 2011 über einen eigenen Musikraum und schaffte so gemeinsam mit dem top ausgestattetem Equipment Jakobs die besten Voraussetzungen für einen Workshop dieser Art. Da die Jugendlichen schon seit mehreren Monaten einmal in der Woche an einem Workshop von Carlos Utermöhlen teilgenommen und schon eigene Texte angefangen hatten zu schreiben, konnten sie diese gleich am ersten Tag daran weiterarbeiten. Gleichzeitig lernten sie bei Jakob Krüger die ersten Grundzüge des Beat-Machens, den Umgang mit verschiedenen Programmen und das Ausprobieren und Herumspielen mit den Beat-Maker-Maschinen.
Höhepunkt war das Aufnehmen des eigenen, gemeinsamen Songs. Nach einigen Anläufen und der anfänglichen Scheu vor einem richtigen Mikrofon und der gesamten professionellen Aufnahme-Situation, war der Song dann im Kasten, so dass am Ende ein rund dreiminütiger Song entstand, auf den die Jugendlichen sichtlich stolz sein konnten und sich daran überhaupt nicht satthören konnten.
Der Workshop war für alle Beteiligten ein großer Erfolg. Die beiden Rap-Experten waren mit dem Ergebnis und von dem Arbeitseifer und der Lernwilligkeit der Jugendlichen begeistert. Der Spaß an der Musik war den Jugendlichen deutlich ansehen. Wie sehr alle die Tage genossen haben, brachte Teilnehmer Can (16) auf den Punkt: „Das einzige was gestört hat, war dass wir nicht noch mehr Zeit miteinander verbringen konnten.“



