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Neue Küche für die Drobs Goslar

Bei der offiziellen Einweihung der Küche:

Mike Hickmann, Geschäftsführer Möbel Schulenburg, Lars Fischer, Leiter der Drobs, SPD-Landtagsabgeordneter DR. Alexander Saipa sowie die beiden ehrenamtlich Tätigen Manuel Mian und Sascha Beckmann

Das Café Spiegel der Jugend- und Drogenberatungsstelle Goslar, Drobs, hat eine neue Küche. Gesponsert wurde die Kücheneinrichtung im Wert von 1200 Euro von der Firma Möbel Schulenburg aus Goslar. An der Finanzierung beteiligt war ebenso der Paritätische Goslar, der 300 Euro aus Toto-Lotto-Fördergeldern zur Verfügung stellte. Der Rest wurde mit Eigenmitteln aufgestockt. Jetzt wurde die Küche offiziell eingeweiht. Zur Feier des Tages erhielten die Besucher ein  kostenloses Mittagessen.

Seit Jahren gibt es einen Renovierungsstau, der jetzt unter anderem dank der Unterstützung und des Einsatzes von SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Alexander Saipa, behoben werden konnte. „Wir freuen uns sehr über die neue Küche und die Unterstützung. Das ist schon eine tolle Verbesserung“, sagt Lars Fischer, Leiter der Drobs Goslar.

Für ihn und sein Team ist dies allerdings erst der Anfang. Er benötigt dringend mehr Personal. Momentan wird der Betrieb im Café Spiegel mit derzeitigen Öffnungszeiten von vier Stunden täglich von 11 bis 15 Uhr durch zwei freiwillig Tätige aufrechterhalten. Manuel Mian, ehemaliger Werkstatt-Leiter des Drobs-Job-Projektes und Sascha Beckmann sorgen als Ehrenamtliche nicht nur für die Aufrechterhaltung des Cafébetriebs sondern auch für frischgekochtes Mittagessen. Täglich gehen hier rund zwanzig Essen für 1 Euro bis 1,20 Euro über den Tresen. Auch am Umbau waren die beiden gemeinsam mit Besuchern des Cafés im großen Maße beteiligt.

Eine Dauerlösung kann das alleinige Engagement der Freiwilligen jedoch nicht sein. „Die bestehenden Angebote benötigen eine stabile Basis und können nicht nur über ehrenamtliches Engagement abgedeckt werden, denn der Fokus liegt im Café Spiegel in erster Linie in der sozialarbeiterischen Unterstützung. Dem Einsatz von ausschließlich freiwilligen Kräften sind strukturelle Grenzen gesetzt. Wenn langfristig keine Lösung gefunden wird, sind wir gezwungen, die Öffnungszeiten drastisch zu reduzieren. Dann besteht die Gefahr, dass die Öffentlichkeit noch stärker belastet wird, als es eh schon der Fall ist. Mit den bisher vertraglich festgelegten Regelungen von 520 Stunden jährlichen Öffnungszeiten kann eine Verbesserung der Situation für alle Beteiligten, sowohl Anwohner als auch für die Klienten nicht erreicht werden. Im Gegensatz zu ähnlichen Szenecafés in Südostniedersachsen ist die personelle Ausstattung für das Café Spiegel ausgesprochen schlecht“, bedauert Lars Fischer und hofft auf Unterstützung und Besserung der Situation.