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Tag der Senioren: Braunschweigs Innenstadt wurde zum Treffpunkt für lebenserfahrene Menschen

Ein vielfältiges und buntes Miteinander, die Menschen und ihre Perspektiven machen eine Stadt erst zu einem lebenswerten Ort. In Braunschweig sind knapp 30% der Einwohner*innen 60 Jahre und älter und machen damit einen großen Teil der Bevölkerung aus. Der Tag der Senioren hat schon seit mehr als 50 Jahren Tradition und stand am vergangenen Mittwoch im Zeichen von Gemeinschaft, Würdigung und einer Gesellschaft, die etwas zurückgeben möchte. Ganz nach dem Motto: Bleiben Sie neugierig, aktiv und im Herzen jung!

In der Innenstadt rund um den Burgplatz und den Platz der Deutschen Einheit tummelten sich Seniorinnen und Senioren, um die verschiedenen Informationen und Angebote an den etwa fünfzig Ständen, die verschiedensten Themen rund um das Leben im Alter präsentierten, kennenzulernen. Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum machte auf den Zusammenhalt in der Stadt aufmerksam: „Eine Stadt ist nur lebenswert, wenn Jung und Alt zusammenhalten. Damit das Leben hier für alle Bevölkerungsgruppen attraktiv ist, setzen wir uns für lebenserfahrenere Menschen ein – für Gemeinschaft gegen Einsamkeit, für Barrierefreiheit und Unterstützung in allen Lebenslagen“, betonte das Stadtoberhaupt. Die Angebote sind vielfältig: Nachbarschaftszentren, Begegnungsstätten, altersgerechte soziale Dienste, Präventionsangebote, digitale Sprechstunden und vieles mehr. Sein besonderes Lob galt den Wohlfahrtsverbänden, die die Region mit ihren Leistungen bereichern.

Auch Ekke Seifert, aktueller Sprecher AGW, hieß die Besucher*innen willkommen, betonte die Relevanz von Teilhabe und Begleitung in jedem Lebensalter und legte den Menschen ans Herz, persönliche Gespräche zu nutzen, die oft neue Wege eröffnen. Der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenrates Braunschweigs, Thomas Ahrens, begrüßte die Anwesenden und betonte feierlich das 50-jährige Bestehen des Rates in diesem Jahr und die Relevanz aller Engagierten.

Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich sehr interessiert, auch die Angebote der „Partner im Alter“ besser kennenzulernen, was vor allem das Team der Paritätischen Dienste am Stand freute. Sie waren durchgehend im Austausch, konnten informieren und mehr über die Anliegen der Menschen erfahren. Vor allem der Menübringdienst Essen auf Rädern stieß bei vielen Senior*innen auf großes Interesse. Auch die Möglichkeit, persönliche Wohlfühlorte auf Karten zu verewigen wurde von vielen kreativen älteren Menschen genutzt. Aber auch der Politik schien das Kreativangebot zu gefallen. Thorsten Kornblum und SPD-Politikerin Julia Retzlaff schauten am Stand vorbei, nahmen sich Zeit, um ihre favorisierten Plätze auf einer Karte zu skizzieren. Und für alle, die es noch nicht wussten: Für den Oberbürgermeister gehört zum Wohlfühlort eine Tasse Kaffee und der Braunschweiger Löwe eindeutig dazu. Julia Retzlaff kann sich bei einem Waldspaziergang mit ihrem Hund entspannen. Für einige ältere Menschen, die ihre Wohlfühlorte zeichneten, gehörte der Garten oder auch einfach Zweisamkeit dazu. Es zeigt: Wohlfühlorte sind nicht nur Räume, Gegenden und Plätze, sondern in erster Linie ein Gefühl.

Und genau darauf kommt es an: Das Leben in jeder Phase bestmöglich zu genießen, den Blick für die kleinen Momente nicht zu verlieren und Orte und Menschen zu haben, die Geborgenheit versprechen.