Der neue Anbau in der Kita Sonnenschein in Lüneburg steht und die neue Kita-Gruppe, die "grünen Trolle", sind eingezogen. Ab Oktober werden dann auch Kinder mit Beeinträchtigung hier betreut. Dann steht auch ein Heilerziehungspfleger zusätzlich zur Verfügung. Behaglich, kuschelig und familiär, so zeigt sich das Leben und die Atmosphäre der Kita in einem Doppelfamilienhaus im Lüneburger Stadtteil Schaperdrift-Teufelsküche.
Der Anbau schafft neue, wichtige Gegebenheiten für die Familien vor Ort. Gab es bisher zwei Krippengruppen und nur eine Kita-Gruppe, waren die Tränen vorprogrammiert. Denn nicht jedes Krippenkind der Kita Sonnenschein konnte einen weiterführenden Kitaplatz in der Einrichtung erhalten. „Das hat jetzt glücklicherweise ein Ende“, freut sich Kita-Leiterin Lydia Plaschke über den Anbau und die neuen Möglichkeiten. Doch die Freude ist noch ein wenig getrübt. Nicht nur bei Lydia Plaschke und dem Kita-Team, auch bei den Eltern und den Kindern. Das Außengelände ist das Sorgenkind. „Hier ist seit April so gut wie nichts passiert“, äußerte Elternvertreterin Anne Dreyer bei aller Freude über das größere Platzangebot, ihren Unmut. „Der Herbst steht vor der Tür, beste Zeit zum Pflanzen und endlich die Gelegenheit, dass das Außengelände wieder Möglichkeiten zum Spielen und Toben bietet“, sagt Anne Dreyer und weist zudem nicht nur auf die prekäre Parkplatzsituation sondern auch auf das Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr direkt vor der Tür hin. Denn, so Dreyer, sei diese Kita, die einzige in Lüneburg, bei der es keine Tempobeschränkung für Autofahrer gäbe.
Henning Eschemann, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, begrüßte die Gäste mit den Worten des alten afrikanisches Sprichwort „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“ und übertrug diese Weisheit auf die Kita Sonnenschein. „Uns wurde die Trägerschaft übertragen. Damit wurden wir in dem Dorf zu Patenonkeln- und tanten. Und ohne die vielen Tanten und Onkel lässt sich die Vielfalt der Kinder nur unzureichend erschließen. Neben den eigentlichen Erziehern gibt es den „Raum als Erzieher“, wie die Fachleute Gebäude und Außengelände bezeichnen und dankte damit der LüWoBau für den Bau. Gleichzeitig bat er Stadt und die Lüneburger Wohnungsbaugesellschaft sich weiterhin tatkräftig zu engagieren, denn: „Fertig sind wir noch nicht", sagte Eschemann.
Neben vielen Eltern und Kindern waren auch Bürgermeisterin Christel John und Stadträtin Pia Steinrücke als Gäste vor Ort. „Die Planung ist gut fortgeschritten und in der heutigen Zeit ist es immer wichtiger weitere Kita-Plätze zu schaffen. Kinder sind unsere Zukunft und wir sind auf einem guten Weg. Wir wollen es gut machen, jeder soll auf seine Kosten kommen. Mit dem Anbau der Kita Sonnenschein und der damit neuen Integrationsgruppe wurde ein weiterer Farbklecks in der bunten Vielfalt an Angeboten geschaffen“, sagte Stadträtin Steinrücke in ihrem Grußwort. Auch Bürgermeisterin John überbrachte ihre Glückwünsche und dankte dem Kita-Team für ihr Engagement.
Zur Begrüßung und Unterhaltung sangen die Kinder das beliebte „Bauarbeiterlied“ und wurden dabei von ihren Singpaten begleitet. Zum Abschluss des offiziellen Teils zeigte das Kita-Team das Stück Irgendwie Anders. Besonders liebevoll und bildhaft auch für die Kleinsten verständlich, spielten sie die Geschichte, in der es um „Außenseiter“ und „Toleranz“ geht. Im Anschluss lud ein großartiges Kuchenbuffet, Kaffee und Kaltgetränke zum Austausch und gemütlichem Beisammensein ein.









