Heute ist Welt-AIDS-Tag. Vor 35 Jahren wurde dieser Gedenktag erstmals von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen. Weltweit signalisiert der Tag Solidarität mit HIV-positiven Menschen und erinnert an diejenigen, die an den Folgen einer HIV-Infektion verstorben sind. Seit 1988 rücken am 1. Dezember rund um den Globus Veranstaltungen das Thema Aids in den Fokus der Öffentlichkeit. Auch 2023 stehen der Tag und die Aktionen zum Welt-Aids-Tag unter einem bestimmten Motto. In Deutschland steht der Welt-AIDS-Tag in diesem Jahr unter dem Motto:„Leben mit HIV. Anders als du denkst?“ Es soll ins Bewusstsein rufen, dass viele HIV-positive Menschen immer noch im Alltag diskriminiert und ausgegrenzt werden. „Das Motto steht dafür, dass Menschen mit HIV heute leben können, wie alle anderen - vorausgesetzt sie kennen ihren HIV-Status. Dennoch machen Unwissenheit und Vorurteile das Leben mit HIV oft unnötig schwer. Dagegen hilft nur Aufklärung, um mit den alten Vorurteilen über HIV und Aids aufzuräumen“, sagte Kai Zayko, Geschäftsführer der Braunschweiger Aids-Hilfe.
Wie in den vergangenen Jahren war die Braunschweiger Aids-Hilfe auch in diesem Jahr mit einem Infostand auf dem Kohlmarkt und einer Spendensammlung in der Innenstadt aktiv. Traditionell beteiligten sich an der Spendensammelaktion auch zahlreiche Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, um ein Zeichen im Kampf gegen Aids zu setzen. Neben dem Sammeln von Spenden, die die AIDS-Hilfe zur Aufrechterhaltung Ihrer Angebote in der Prävention und der Begleitung HIV-positiver Menschen benötigt, gehe es insbesondere auch darum, ein Zeichen gegen die Diskriminierung HIV-positiver Menschen zu setzen. Zudem werden in der Fußgängerzone rote Schleifen, das internationale Zeichen für Solidarität mit HIV-positiven Menschen, verteilt. Auch Sven Spier, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig unterstützte die Braunschweiger Aids-Hilfe, eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen, und sammelte fleißig mit. „Für uns ist es ganz toll, dass wir so von der Politik unterstützt werden. Das Spendensammeln ist das eine, aber die Politiker*innen zeigen für uns Gesicht. Wir als Aids-Hilfe sind ja in der Öffentlichkeit häufig immer noch in der „Schmuddelecke“ und es wirkt einfach entstigmatisierend, dass sich Politiker*innen für uns einsetzen. Deshalb ein großes Dankeschön für die tolle Unterstützung“, freute sich Kay Zeyko über die rege Teilnahme aus Politik und Verwaltung. Die Resonanz auf das Spendensammeln war sehr gut. „Viele waren sehr offen und spendeten großzügig“, berichtete SPD-Ratsfrau und Bürgermeisterin Annegret Ihbe. Und nach dem Motto „es muss nicht immer klimpern, es kann auch rascheln“, gab es einige, die auch Scheine in die Spendendose steckten. „Wir haben an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt sogar einen fünzig-Euro-Schein erhalten“, erzählte CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Köster.
Natürlich kann auch wieder der Soli-Plüschbär der Aids-Hilfe erworben werden. Der Teddy kommt in diesem Jahr rosa-pink daher und ist in ausgewählten Geschäften, Apotheken und direkt bei der Aids-Hilfe für 7 Euro erhältlich. Er ist aber nicht nur kuschelig und niedlich, sondern auch ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit HIV-positiven Menschen.






